Gina Wild Pornofilme

Im Herbst 1998 kam Gina Wild mit Videorama, einer bekannter Pornoproduktionsfirma, erstmalig in Kontakt. In einem Swingerclub lernte sie Klaus Goldberg und seine Frau Isabell Golden kennen, eine Porno-Darstellerin, die bei Videorama unter Vertrag war.

Videorama ist ein Tochterunternehmen eines Filmkopierwerks in Essen. Zur Unternehmensgruppe gehört auch der Silwa-Verlag der u. a. die Zeitschrift 'Happy Weekend' herausbringt. Klaus Goldberg, der Gina Wild im Rahmen einer Happy-Weekend Reportage fotografierte, unterstützte sie, den Kontakt zu Videorama und zum Porno-Regisseur Harry S. Morgan herzustellen.

Harry S. Morgan war bekannt in der Porno-Branche als Regisseur sowie Produzent und war verantwortlich für Pornofilme wie Happy Video Privat, Excuse Me oder Teeny Exzesse. Ziel von Gina Wild war von Anfang an, exklusiv und mit eigener Marketing-Strategie für ein Label zu arbeiten sowie die Nummer 1 in der Porno-Szene zu werden. Morgan gefiel die Zielstrebigkeit von Gina Wild und sagte ihr zu.

Die Erfindung des Künstlernamens Gina Wild

Es fanden schliesslich Vertragsverhandlungen statt und man konzipierte eine klare Marketing-Strategie. Bei Festlegung des Marketing-Plans wurde auch der Künstlername 'Gina Wild' erfunden. In ihrem Buch "Ich, Gina Wild - Enthüllung" schrieb Gina Wild hierzu folgendes:

'Wir wälzten Telefonbücher und suchten Namen, die gut klingen. Ich bin Deutsche, also sollte es auch ein deutscher Name sein. Aber deutsche Namen klingen oft wie eingeschläferte Füsse. Susi Sunkist, Hildegard Sommer. Völlig ohne Klang und Geschichte. Wir kamen auf Gina Wild.'

Die Zusammenarbeit mit Videorama begann damit, dass man Gina Wild im Kontaktmagazin Happy Weekend zunächst bekannt machte. Gina Wild wurde sodann Titelgirl des Januarheftes 1999 und wurde somit einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Von nun an, wurde weiterhin geschrieben, würde Harry S. Morgan mit der Neuentdeckung Gina Wild Pornofilme drehen.

Der erste professionelle Pornofilm von Gina Wild

Der erste professionelle Pornofilm drehte Gina Wild jedoch bereits im November 1998. Der Dreh dauerte fünf Tage und wurde mit grossem Aufwand in der französischen Hauptstadt Paris gedreht. Wie üblich in der Porno-Branche wurde das Konzept so angelegt, dass die Filme als Abo-Pakete verkauft wurden, wobei man lediglich vier Gina Wild Pornos pro Jahr produzierte. Somit sollte das Interesse der Kunden beibehalten und eine Übersättigung vermieden werden. Es wurde immer einen 'Superfilm des Monats' herausgebraucht. Und alle drei Monate war dieser Superfilm der neue Gina Wild-Pornofilm.

Gina Wild in Film und Fernsehen

Im Januar 1999 war Gina Wild Gast in der Talkshow von Bärbel Schäfer und somit zum ersten Mal im TV. Anlass war die Reportage in 'Happy Weekend', auf der Gina Wild mit Titelfoto erschien. Das Thema der Talkshow hiess 'Ich kriege jeden rum' und Gina Wild trat hochgestylt als neues Pornosternchen von Videorama auf. Gina Wild empfand die Sendung und die Fragen des Publikums als sehr beleidigend und vermutete, dass das Publikum teilweise bezahlt und manipuliert wurde. Wie sehr sie verletzt wurde dokumentiert eine Passage aus ihrem Buch:

'Die Sendung war unsäglich. Ich habe den Verdacht, dass Typen aus dem Publikum bezahlt wurden, um mich zu beleidigen. Einer zog einen Geldschein aus der Tasche und rief mir zu: »Hier hast du 50 Mark. Was machen wir nachher noch?'

Aufgrund ihrer schlechten Erfahrung mit dieser Sendung entschloss sie sich, nicht mehr bei einer nachmittäglichen Talkshow aufzutreten und das obwohl ihr auch noch später Einladungen von Sabrina Staubitz, Arabella Kiesbauer oder Andreas Türck vorlagen.

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