Gina Wild vor ihrer Porno Karriere

Für seine Ziele muss man hart arbeiten. Diese Devise vertrat auch Gina Wild. Hierfür gibt es einige Beispiele. Nicht leicht war ihr Weg zu ihrem Wunschberuf Kinderkrankenschwester. Nach der Schule hatte Gina Wild davon geträumt, Säuglinge zu betreuen. Eine spezielle Ausbildung hierfür gab es jedoch nicht, es blieb einzig der Weg, sich zur Kinderkrankenschwester ausbilden zu lassen. Nach drei Jahren hatte sie den Abschluss absolviert, war jedoch noch nicht alt genug, im Krankenhaus zu arbeiten. So musste sie ein ganzes Jahr mit einem Praktikum überbrücken, bis sie endlich in ihrem Beruf arbeiten durfte. Später wechselte sie sogar in die Neurologiestation, wo sie sehr kranke Kinder zu betreuen hatte. Ihre Aufmerksamkeit schenkte sie dabei vor allem behinderten Kindern.

Ihre Aufgaben waren nicht nur beschränkt auf Körperpflege und sonstige tägliche Umsorgung. Auch die psychologische Betreuung war ihr wichtig – obwohl man das in keinem Schulbuch lernen konnte. Sie übte einen Beruf aus, der auch sehr anstrengend und anspruchsvoll war – in ihrem Buch „Ich, Gina Wild – Enthüllungen“ erzählt sie:

„Ich kann verstehen, warum dieser Beruf so wenig be­liebt ist. Wegen der schlechten Bezahlung und der Arbeit in drei Schichten. Eine Schicht dauert siebeneinhalb Stunden. Die Frühschicht beginnt um sechs Uhr mor­gens und dauert bis zehn nach zwei Uhr nachmittags. Nachtdienste dauern 14 Stunden, von 20 Uhr bis zehn Uhr morgens. Das schlaucht. Besonders, wenn man eine Fünftagewoche hat.“

Behutsam, so erinnert sie sich weiter, musste man auch mit den betroffenen Eltern umgehen. Mitleid sei weniger ratsam, vielmehr sollte ein Gefühl der Sicherheit vermittelt werden. Dies sei wichtig, um neue Kraft zu tanken und sich anderen Kindern oder seinem Partner zu widmen. Durch ihre offene und direkte Art konnte sie eine vertrauensvolle Beziehung zu den Eltern aufbauen. Als Kinderkrankenschwester hatte sie nie viel verdient – eine Tatsache, die ihr jedoch nicht wirklich etwas ausgemacht hatte. Wichtig war ihr vielmehr, mitzuerleben wie die Kinder langsam wieder gesund wurden und wie sie ihr ihre Dankbarkeit zeigten.

Sicherlich haben diese berufliche Erfahrungen auch später dazu beigetragen, als Gina Wild in der Öffentlichkeit und in den Medien sicher und gewandt aufzutreten.